pulsschlag.tvGesund & AktivMitten hineinDie Arzneimittel-Experten
Zentralapotheke

Die Arzneimittel-Experten

Die Geschichte der Arzneimittelzubereitung ist fast so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Bereits 3.000 Jahre vor Christus entdeckten die Menschen die heilende Wirkung von Pflanzenpräparaten und anderen Heilmitteln. Erste Vorläufer von Apotheken – in denen Arzneimittel ‚professionell‘ hergestellt wurden – gab es im 9. Jahrhundert nach Christus in der arabischen Welt.

In Apotheken, wie wir sie heutzutage kennen, geht es um die Abgabe, Herstellung, Prüfung und Erforschung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. So auch in der Zentralapotheke der Kliniken Essen-Mitte. Der Unterschied zu einer Apotheke wie wir sie aus der Fußgängerzone kennen: Hier gibt es keine Laufkundschaft, der Fokus liegt auf der Versorgung der Kliniken mit den richtigen Arzneimitteln zur richtigen Zeit. Neben der Beschaffung aller verordneten Fertigarzneimittel und der Beratung ist die Herstellung patientenindividueller Medikamente eines der wichtigsten Aufgabengebiete.

Reibungslose Logistik für optimale Versorgung aller Stationen

Um diese Aufgabe zu meistern, ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen und der Zentralapotheke ausschlaggebend. An den Kliniken Essen-Mitte gibt es 14 verschiedene Fachabteilungen mit nochmals untergliederten spezialisierten Zentren. Neben den Kliniken Essen-Mitte versorgt die Zentralapotheke auch weitere Krankenhäuser in Essen und Umgebung. Damit alles reibungslos klappt, ist eine gute Logistik notwendig.

Eigene Herstellung zur optimalen Versorgung des Patienten

„Jede Erkrankung hat ihren eigenen Verlauf, jeder Patient benötigt eine individuell passende Medikation.“

In den Kliniken wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Erkrankungen behandelt. „Jede Erkrankung hat dabei ihren eigenen Verlauf, jeder Patient benötigt eine individuell passende Medikation“, beschreibt Frau Nüllmann-Hannig, Direktorin der Zentralapotheke, eine der Herausforderungen an den Kliniken. Für diese individuell passende Medikation ist die Zentralapotheke zuständig. Durch einen engen Austausch zwischen Ärzten und Apothekern können jedem Patienten Präparate zur Verfügung gestellt werden, die speziell auf seinen Krankheitsverlauf abgestimmt sind. „In unserem Steril-Labor stellen wir pro Jahr beispielsweise rund 30.000 applikationsfertige Zytostatika-Zubereitungen für an Krebs erkrankte Patienten her. Dazu kommen eine Reihe von weiteren Arzneiformen, die individuell für einzelne Patienten verordnet werden, wie etwa Salben, Lotionen, Lösungen, Kapseln, Klistiere, Teemischungen, Dekokte und Bäder. Somit können wir bei Bedarf Präparate herstellen, die auf dem Markt nicht erhältlich sind“, ergänzt Frau Nüllmann-Hannig.

Das Ziel: Die wirkungsvolle und sichere Anwendung von Arzneimitteln

Dies stellt zum Beispiel für den Fachbereich der Naturheilkunde und Traditionellen Chinesischen Medizin an den Kliniken Essen-Mitte große Vorteile dar. „Während einer Krebstherapie werden die Patienten durch naturheilkundliche Therapien begleitet, die beispielsweise die Nebenwirkungen lindern können“, erklärt die Direktorin. „In enger Absprache mit den Ärzten der Station stellen wir pflanzliche Präparate her, die dem Patienten Linderung bringen.“ Die Ausgangsstoffe hierfür werden im eigenen Labor analytisch geprüft. Um für jeden Patienten das beste Arzneimittel zu finden, nimmt das Team der Zentralapotheke an den Visiten teil und steht auch den Patienten beratend zur Seite – immer mit einem Ziel: der wirkungsvollen und sicheren Anwendung von Arzneimitteln und Medizinprodukten, um dem Patienten bestmöglich helfen zu können.

 

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