107 Geschichten – 107 Erinnerungen
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Die Zeche Zollverein

107 Geschichten – 107 Erinnerungen

Ein Projekt von Menschen der Umgebung, für Menschen der Umgebung. Die Zeche Zollverein ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der Region. Von der frühen Vergangenheit bis zur Gegenwart sind viele Erinnerungen mit ihr verknüpft. Am 19. Februar dieses Jahres wurde das Buch „Mein Zollverein“ präsentiert, in dem die Geschichten, Erinnerungen und Beziehungen zur Zeche von vier Generationen festgehalten sind.

Das Projekt, unter der Leitung von Claudia Wagner, begann mit dem Gedanken, die Beziehung zwischen Zollverein und den umliegenden Stadtteilen Schonnebeck, Katernberg und Stoppenberg zu stärken. „Bei unserem Projekt „Welterbe Zollverein Mittendrin“ geht es darum, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Impulse in das Umfeld hineinzugeben“, sagt Claudia Wagner. Dadurch sollen neue Beziehungen und Verbindungen zwischen den Menschen der Umgebung und den Akteuren von Zollverein geschaffen werden. Auf den Märkten und in Gremien wurden viele Menschen für das Projekt begeistert. Aus den geplanten 100 Geschichten, wurden durch das hohe Interesse 107.

Unterschiedliche Erinnerungen, die gleiche Bedeutung: “Mein Zollverein”

Worum aber geht es bei den Geschichten? So unterschiedlich wie die Zeiten, aus denen die Geschichten stammen, so unterschiedlich sind auch die Erinnerungen: Ob Bergmannsgeschichten über den Zusammenhalt der Kumpel oder Geschichten von Jugendlichen, die Zollverein in ihrer Freizeit besuchen. Die Bedeutungen des Welterbes sind für alle unterschiedlich und doch ist es für alle „Mein Zollverein“.

Diese Zeit war eine der interessantesten Zeiten meines Lebens

Einer der Geschichtenerzähler ist Jörg Schmitz. Der Techniker hat von dem Projekt erfahren und sich sofort angesprochen gefühlt. Nach wenigen Informationen zum Projekt hat er sich an seinen Schreibtisch gesetzt, seine Geschichte niedergeschrieben, eingeschickt und sie im Workshop bearbeitet. „Diese Zeit von September bis jetzt war eine der interessantesten Zeiten meines Lebens, weil ich unheimlich viele vielschichtige Menschen kennengelernt und andere Interessen in mir entdeckt habe. Ich sehe mein Viertel jetzt ganz anders“, sagt Jörg Schmitz. In seiner Geschichte erzählt er, wie er in Schonnebeck geboren und aufgewachsen ist und sein ganzes Leben dort verbracht hat und weiter verbringen möchte. Sein Vater war Bergmann, genau wie seine Nachbarn. Als sein Vater ihm verbot, Bergmann zu werden, ist er Techniker geworden. Er und seine Familie hatten Probleme mit der Schieflage der Gebäude durch die Bergsenkung. Nach der Schließung der Zeche sind viele Menschen weggezogen und neue hinzugekommen. Jörg Schmitz aber ist immer gerne geblieben.

Das Projekt führt Menschen zusammen

Mit diesem Projekt sind viele neue Freundschaften geschlossen und neue Fähigkeiten entdeckt worden. In den nächsten anstehenden Veranstaltungen von „Welterbe Zollverein Mittendrin“ wird mehr über die Geschichten und Erzähler berichtet.

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