pulsschlag.tvReisen & ErlebenVor der HaustürAngelockt „Werden“ – Facettenreich & vielfältig
Essens Stadtteile im Porträt: Essen-Werden

Angelockt „Werden“ – Facettenreich & vielfältig

Essen-Werden ist Essens ältester Stadtteil. Als ehemalige eigenständige Abtei-Stadt lockt das Viertel mit einem – auf zahlreichen Postkarten idyllisierten – historischen Ortskern, zahlreichen Baudenkmälern aus vergangenen Tagen und der grünen Natur des Ruhrtals direkt vor der Haustür. pulsschlag nimmt Sie mit auf einen kleinen Rundgang quer durch Essen-Werden.

Mitten in Essen Werden liegt die Folkwang Universität der Künste als eine der besten Musikhochschulen in Deutschland. Die inspirierende Atmosphäre der Studenten färbt auf den gesamten Stadtteil ab. Ein Spaziergang durch die Altstadt vermittelt das Gefühl einer kleinen Zeitreise in mittelalterliche Zeiten. Eine Reise in die Vergangenheit, die zahlreiche Versprechungen bereit hält: An vielen Stellen wird mit dem Namen des Stadtteils Werden gespielt. Essen-Werden verspricht zu „werden“, was immer gerade gefällt – sei es „Engel Werden“, „Süß Werden“ oder „Alt Werden“. Ein Wortspiel, das den Charakter des Stadtteils ausdrückt.

Schaufensterbummel durch historische Fachwerkgassen

Wir starten unseren Rundgang im historischen Herzen von Werden – mit einem Schaufensterbummel von der Hufergasse, über die Heckstraße bis hin zur Grafenstraße. Rechts von uns liegt die einladend wirkende Chocolaterie „Süß Werden“. Hier passt der Spruch „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen…“. Im Gegensatz zum kalten Wind draußen empfängt uns das Café mit seiner herzlichen Einrichtung und Liebe zum Detail. Ein Kronleuchter hier, gemütliche Kissen da und überall Schokolade, Pralinen und andere Leckereien. Ein Café zum Wohlfühlen.

Süß Werden, Engel Werden und Alt-Werden – ein vielseitiger Stadtteil

Zurück auf der kalten Straße, einmal um die Ecke gebogen, stehen wir direkt vor dem nächsten Geschäft, das das beliebte Werdener Wortspiel aufgreift – „Engel Werden“. Die kleine Boutique von Inhaberin Sonja Hamann hat seit sieben Jahren ihr zu Hause in der Werdener Altstadt. „Neben unserem Sortiment an exklusiv ausgewählter Damenbekleidung kaufen unsere Kunden und Kundinnen auch gerne unsere selbst kreierten T-Shirts und Taschen mit unserem Logo „Engel Werden“ – als kleiner Geschenke-Tipp“, sagt die Mitarbeiterin Pia Elsenheimer.

Das Ruhrtal direkt vor der Tür – Stadtnah Natur genießen

Nachdem verschiedene Restaurants in Werden – zum Beispiel getreu dem Wortspiel „Alt Werden“ an der Heckstraße – zu einer Stärkung eingeladen haben, geht unser Rundgang weiter in Richtung Ruhrufer. Nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt liegt die Brehminsel. Besonders bei schönem Wetter lockt Werden als grünes Bild von Essen mit Erholung direkt vor der Haustür. Mit einem an der Bootsstation gemieteten Tretboot über das Wasser zu schippern, verspricht ein Gefühl von Urlaub ohne weit fahren zu müssen. Ein Stück weiter, auf der anderen Seite der Ruhr gelegen, finden sich die Biergartenklassiker „Löwntal“ und „Dicker Engel“.

Ein ausgefallenes Kontrastprogramm – Weingenuss in der Pommesbude

„Ich komme gerne hier her.“ Ute Senger, Gast der Frittenschmiede

Genug erholt – und weiter geht es zu einer Adresse, die vom Ortskern etwas weiter entfernt, aber einen Besuch ohne Zweifel wert ist. An der Heidhauser Straße finden wir die erst im vergangenen Oktober eröffnete Frittenschmiede. Hier ziehen sich Gegensätze an wie selten sonst: Fritten mit Trüffel-Mayonnaise, Frikadellen zu Wein. „Wir wollen uns abheben und unseren Gästen etwas besonderes bieten“, sagt Marita Langhoff-Reichel, die die Frittenschmiede zusammen mit ihrer Tochter Anje Gwiasda führt. An einem Tisch am Fenster sitzt Ute Senger, die dem Lokal jeden Mittag einen Besuch abstattet. „Ich komme gerne hier hin. Um zu schwätzen, zu plaudern und die leckeren Spezialitäten zu genießen“, sagt sie. Leckere Spezialitäten wie gegrillte Spieße mit selbst gemachter Soße oder eine liebliche Weinschorle direkt aus der „Weinschmiede“ nebenan. „Die Weinschmiede ist bereits Kult“, erzählt Stammgast Peter Tietze, „die Frittenschmiede wird gerade Kult.“

Egal ob „Süß Werden“, „Alt Werden“, „Engel Werden“ oder Weingenuss in der Pommesbude – der Essener Stadtteil Werden bietet viele Facetten – viele Facetten und Adressen, die einen Besuch wert sind.

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