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Im Herzen von Essen: Das Südviertel

Der Essener Bezirk I – zentral im Herzen der Stadt gelegen, reich an vielfältigen Angeboten. Hier gibt es viele Adressen, die sehenswert sind, viele Adressen, zu denen sich ein Besuch lohnt. pulsschlag nimmt Sie mit auf einen Rundgang, der zeigt, was den Bezirk besonders macht.

Ein charakterstarkes Viertel

Große Adressen wie der Limbecker Platz, das Aalto-Theater, die Essener Philharmonie oder auch das Grillo-Theater sind jedem Essener zu Recht ein Begriff. Daneben hat Essens Bezirk I aber noch weitaus mehr zu bieten – kleine Adressen mit ihrer eigenen persönlichen Note. Unser Rundgang führt sie in das Essener Südviertel – ein Viertel mit Charakterstärke im Herzen von Essen und mit dem Herzen am rechten Fleck.

pulsschlag-Geheimtipp: Das Essener Südviertel

Künstlerisch, individuell, mit seinem eigenen Charme – das zeichnet das Essener Südviertel rund um den Isenbergplatz aus. Sein Erfolgsrezept: Eine bunte Mischung aus Gastronomie mit besonderem Ambiente und einem Einzelhandel mit künstlerischer Note – von Designerläden über Kneipen, Cafés und Restaurants bis hin zu Second-Hand-Läden wird der Besucher vor ein vielfältiges Angebot gestellt. Eines haben dabei alle gemeinsam: Sie sind individuell, jedes Geschäft hat seinen eigenen Charakter.

„Guten Tag, Herr Nachbar“, grüßt Gülay Güleryüz einen älteren Herrn, als er an ihrem Geschäft vorbeiläuft. „Man kennt sich hier“, erklärt sie. „Besonders schön ist es im Sommer, wenn alle draußen sitzen
und draußen arbeiten.“ Im „Essener Künstlerquartier“ wie es oft genannt wird, kennt man kein Konkurrenzdenken. So werden wir von Laden zu Laden geschickt, um möglichst vieles zu sehen.

Positiv Boutique – Klamotten und anderes für jede Wellenlänge

Wir starten unseren Rundgang in der Positiv Boutique, einem Second-Hand-Laden, der mehr als Second-Hand bietet.

Wollpullis, Schallplatten, Taschen, Hüte, Jacken, Schuhe, Schlaghosen – ein kunterbuntes Warenangebot.

Es riecht nach Leder und überall ist irgendetwas zu erblicken, etwas Originelles, Außergewöhnliches und vor allem Buntes. „Wir verkaufen Nostalgieware für Damen und Herren, für Alt und Jung, für alle, die in vergangenen Zeiten schwelgen wollen“, sagt Besitzer Rainer Dohmann, der den Laden an der Rellinghauser Straße seit über 20 Jahren führt. „Studenten, Anzugträger, Metall-Punks – die Kundschaft ist querbeet gemischt.“ Neben Second-Hand-Ware verkauft Rainer Dohmann auch neue Waren mit Nostalgie-Charakter. Aus alten Hosen, Gürteln und 70er-Jahre Gardinen kreiert er Taschen. Unikate heißt das Zauberwort in der Positiv Boutique.

Designladen impuls – Einzelstücke als Summe aus Menschen, die sich begegnen

Und Unikate sind auch das Zauberwort in dem kleinen Designer-Laden „impuls“. Einmal die Straße überquert, riecht es plötzlich nicht mehr nach Leder, sondern nach Räucherstäbchen. „Wir sind Beratungsstelle, Verkaufsladen, Präsentator und Produzent in einem“, sagt Gülay Güleryüz, die das Geschäft zusammen mit Daniel Klein leitet. Lampen aus Mosaiken, Schmuck aus Heilsteinen, bunte Stiefel, einzigartige Kindermode – alles Unikate. „Wir verkaufen unsere eigenen Produkte und die Arbeit von Künstlern an Liebhaber des individuellen Geschmacks“, erklärt die lebhafte Besitzerin, bei der man schnell merkt, dass sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Beim Abschied schickt sie uns ein paar Meter weiter zu Sven Dülfer, dem das Café de Prins gehört. „Schöne Grüße an Sven. Er ist mein Vermieter.“ Man kennt sich am Isenbergplatz.

Café de Prins – Ein Stück Holland mitten in Essen

Das Café de Prins ist bunt beleuchtet, eine Eisenbahn fährt unter der Decke. Seit über 20 Jahren bietet Geschäftsführer Sven Dülfer holländische Spezialitäten mitten in Essen an – Frikandel Spezial, Fritten, Grolsch aus der Bügelflasche. Da kommen selbst Holländer extra angereist, um im holländischen Café auf deutschem Boden die ein oder andere deutsch-holländische Fußballbegegnung zu sehen. „Mir hat das ge-mischte Publikum in Holland gefallen. Von Akademikern bis Handwerkern ist alles dabei. Dieses Konzept wollte ich nach Deutschland bringen“, sagt Sven Dülfer.

Das Brillen-Stübchen – Brillenberatung am Küchentisch

Vom holländischen Flair geht es weiter zum Brillen-Stübchen, wofür „Stübchen“ genau die passende Bezeichnung ist. In dem kleinen Ladenlokal sitzt Besitzer Dirk Francesko Gonzalez mit einem Kunden auf bequemen Polsterstühlen an einem Holztisch – wie bei einer netten Plauderei beim Kaffeekränzchen. „Das war einer meiner ältesten Kunden“, erklärt Dirk Francesko Gonzalez hinterher. Seit neun Jahren gibt es den Optiker im Essener Südviertel, den eine persönliche Atmosphäre, eine individuelle Beratung und viel Engagement auszeichnen. Für die Zukunft ist eine eigene Kollektion in Planung – ganz nach dem Motto: Individualität und Qualität statt Massenware.

„Das Viertel ist ein positives Netzwerk. Und dabei haben alle Läden eines gemeinsam: Sie sind individuell. Keine Massenware, keine Massenabfertigung, sondern künstlerische Einzelstücke in familiärer Atmosphäre.”

Vegetarisches Restaurant Zodiac – Die etwas andere Küche

Dieses Motto passt auch zur nächsten Adresse: Das vegetarische Restaurant Zodiac. Seit über 24 Jahren bietet das Restaurant seinen Kunden die „etwas andere Küche“. Inhaber Mohammad Gohammad Golestan Parast – von seinen Kunden nur „Mo“ genannt – führt das Restaurant zusammen mit seiner Frau. Der Name „Zodiac“ steht für den Tierkreis mit seinen zwölf Sternbildern und symbolisiert die Verbundenheit aller Menschen. Entsprechend den zwölf Tierkreiszeichen werden internationale, vegetarische Speisen aus zwölf Ländern angeboten. Überall stehen Blumen, die Mo von seinen Gästen geschenkt bekommt. „Für unsere Gäste soll das Restaurant ein Ort sein, an dem sich Körper, Geist und Seele gleichermaßen erholen“, erklärt Mo mit ruhiger Stimme und es wird deutlich, dass er die Philosophie seines Restaurants lebt.

Wellness-Studio Happy Hands – Vom Alltag entspannen und Energie tanken

Ein Ort, wo Körper, Geist und Seele zusammenfinden, ist auch das Wellness-Studio „Happy Hands“. In familiärer Atmosphäre stehen Erholung und Entspannung im Vordergrund. Die Besitzerin Birgit Austermann sorgt mit einem vielfältigen Angebot an unterschiedlichen Massagen dafür, dass ihre Kunden sich vom Alltag erholen können.

Individualität groß geschrieben

„Das Viertel ist ein positives Netzwerk“, sagt Gülay Güleryüz. Und dabei haben alle Läden eines gemeinsam: Sie sind individuell. Keine Massenware, keine Massenabfertigung, sondern künstlerische Einzelstücke in familiärer Atmosphäre. Das macht das Essener Südviertel rund um den Isenbergplatz aus und ist deshalb unser pulsschlag-Geheimtipp.

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