pulsschlag.tvLeben in der MetropoleKultur & FreizeitBewusst im Umgang mit Mensch & Natur
Das Prinzip Nachhaltigkeit auf dem Vormarsch

Bewusst im Umgang mit Mensch & Natur

Nicht erst seit Fukushima rückt eine erhöhte Sensibilität für den Schutz unseres natürlichen Ökosystems zunehmend ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Immer mehr Firmen und Konzerne folgen im Zuge des allgemeinen Stimmungswechsels zurück zur Natur, folgen bei der Warenentwicklung dem Prinzip der „Nachhaltigkeit“ der verarbeiteten Materialien. Doch was bedeutet dieser neue, grüne Modebegriff Nachhaltigkeit eigentlich?

Prominente Beispiele für eine nachhaltige Produktion

Nachhaltige Produkte zeichnen sich vor allem durch ihre Wiederverwertbarkeit aus. Eine umweltfreundliche Produktion garantiert den Schutz ökologischer Systeme und bewegt sich weg von der industriellen und chemischen Beeinträchtigung der Natur. Immer mehr Konsumenten nehmen durch „grüne Produkte“, vom Kleiderschrank bis zum Fairtrade-Kaffee, höhere Produktpreise in Kauf und bezahlen damit nicht nur ihr reines Gewissen, sondern auch eine erhöhte Qualität und Nachhaltigkeit der Produkte. „pulsschlag“ hat einige prominente Beispiele für eine nachhaltige Produktion unter die Lupe genommen:

Fairer Handel für den Menschen

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich durch den Druck zumeist linker Studentenbewegungen eine neue Sensibilität für fairen Handel – ob Schokolade, Kaffee, Honig oder Textilien, fair gehandelte Produkte wurden zunehmend „in“. Das Fairtrade-Siegel steht heute für menschenfreundliche Arbeitsbedingungen, den Ausschluss von Kinderarbeit, gerechte Prämien und den Kampf gegen Armut. Vor allem Exportprodukte aus Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Südamerika tragen heute vermehrt das Fairtrade-Siegel und garantieren somit eine nachhaltige Produktion – nicht nur für die Umwelt, auch für die produzierenden Menschen.

Ob Schokolade, Kaffee, Honig oder Textilien, fair gehandelte Produkte wurden zunehmend „in“.

Durch den Erfolg des Fairtrade-Prinzips folgte in den letzten Jahren die erhöhte Aufmerksamkeit für eine nachhaltige Produktion: So gibt es heute bereits Auszeichnungen und Förderprogramme für Unternehmer, die auf den Handel mit fairen Produkten setzen. Der „Fairtrade Award“, der nun jährlich in Berlin verliehen wird, ging im letzten Jahr unter anderem an das Unternehmen Omniflora: einen weltweit agierenden Frischblumen-Importeur, der mit sozial und ökologisch verantwortungsvollem Anbau von Blumen auch wirtschaftlich sehr erfolgreich ist.

Nachhaltigkeit vom Kühlschrank bis zum Kleiderschrank

Das Versandhandelsunternehmen Otto achtet bei ihrem differenzierten Produktangebot ebenfalls auf erhöhte Nachhaltigkeit. Seit dem Jahre 1990 setzen sie auf ihr „hautfreundlich, weil schadstoffgeprüft“- Siegel, das gesundheitsgefährdende Rückstände innerhalb ihrer Textilien ausschließen soll. Textilien mit diesem Siegel dürfen nicht mit Bioziden oder Flammschutzmitteln ausgerüstet sein und müssen einen niedrigen ph-Wert aufweisen. Durch die Verwendung von Baumwolle aus bodenschonendem und biologischem Anbau setzt Otto vermehrt auf den immer beliebter werdenden Faktor „Grün“. Auch wirbt Otto bei ihren Elektrogeräten für einen niedrigen und umweltfreundlichen Energieverbrauch. Das Forest Stewardship Council-Siegel angebotener Möbel soll die Verwendung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern garantieren.

Wer ist die Grünste im ganzen Land?

Im Rahmen des „Innovation City“-Wettbewerbs kämpfen mehrere Städte im Ruhrgebiet um den Titel der ökologisch und sozial nachhaltigsten Stadt. Die Universität Duisburg- Essen wirbt dabei mit der Entwicklung eines „Grünen Campus“ und einer umweltfreundlichen Modernisierung des Campus. Moderne Wärmedämmungen am Campus Duisburg, neue Fenster, der Ersatz von Leuchtstoffröhren durch LEDs und Solaranlagen auf den Dächern sollen den Energieverbrauch des Campus deutlich verringern. Aber auch für den Menschen als Nutzer der Universität wird gesorgt. Geplant ist eine Vergrößerung des Biergartenbereichs der Cafeteria und die Errichtung einer begrünten Sonnenterrasse über den Dächern der Hörsäle – Eine erhöhte Sensibilität für Nachhaltigkeit schützt also nicht nur die Natur, sondern hält auch für uns als Konsumenten zahlreiche Vorteile bereit.

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben