Neues Zentrum für affektive Störungen an den KEM

Therapie und Erholung

Depressionen, Angststörungen, Zwänge oder Burnout – affektive und stressbedingte Erkrankungen erfordern ganzheitliche Behandlungskonzepte und ein passendes Umfeld. Als Teilbereich der Fachabteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin hat jetzt am Standort Knappschafts-Krankenhaus der Kliniken Essen- Mitte (KEM) ein neues Zentrum für affektive Störungen eröffnet.

Mitten in der Metropole

Weitläufiger Park, großzügige Aufenthaltsräume mit Wintergarten, eigenes Schwimmbad – nichts lässt darauf schließen, dass sich das neue Zentrum für affektive Störungen mit seinen insgesamt 50 Behandlungsplätzen mitten in einer Metropole befindet.

Das Knappschafts- Krankenhaus der Kliniken Essen-Mitte bietet Patienten einen sicheren Rückzugsbereich.

Affektive Störungen sind Gemütskrankheiten. Die Betroffenen können wiederkehrend depressiv-gehemmt oder manisch-erregt sein, bei bipolar depressiven Störungen wechseln sich diese Phasen ab. Ängste und Zwänge können ihr Leben beherrschen; ein totaler Erschöpfungszustand (Burnout) nach oft monateund jahrelangem Stress eintreten. Neben intensiver medizinisch-ärztlicher, pflegerischer und psychologischer Betreuung ist auch das Umfeld ein Faktor, der dann zur Genesung beiträgt. Das Knappschafts- Krankenhaus der Kliniken Essen-Mitte im Stadtteil Steele mit seinem sanatoriumartigen Gelände bietet Patienten mit Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie stressbedingten Erkrankungen einen sicheren Rückzugsbereich. Entspannungs- und Achtsamkeitstraining, physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen sind Bestandteil der Behandlung und wichtig, um die Ressourcen der Erkrankten zu aktivieren und die Selbstwahrnehmung zu verbessern.

Kombinierte Versorgung

„Die Behandlung unserer Patienten basiert auf einer störungsspezifisch aufeinander abgestimmten Kombination aus moderner Psychopharmakatherapie, intensivierter Psychotherapie mit ärztlichen und psychologischen Einzelgesprächen und Gruppentherapien sowie ganzheitlichen Ansätzen in Anlehnung an die benachbarte Klinik für Naturheilkunde“, erklärt Professor Dr. med. Martin Schäfer, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin. Zur Ergotherapie gehören u. a. Kreativ- und Bewegungstherapie, Genusstraining und Arbeitskompetenztraining – hier wird die Basis geschaffen, um sowohl im sozialen Umfeld wieder Fuß zu fassen als auch den Schritt zurück in den alten oder einen neuen Beruf zu schaffen.

Nach den Bedürfnissen der Patienten wird ein individueller Therapieplan zusammengestellt.

„Die einzelnen therapeutischen Elemente werden nach den Bedürfnissen der Patienten zu einem individuellen Therapieplan zusammengestellt“, ergänzt Professor Schäfer. Ärzte, Psychologen, Pflegende, Sozialarbeiter sowie Ergound Physiotherapeuten bilden das therapeutische Team des Zentrums für affektive Störungen. „Darüber hinaus ermöglicht die räumliche Nähe zur Naturheilklinik und internistischen Abteilung in allen Fällen eine optimale interdisziplinäre Versorgung“, so Professor Schäfer weiter.

Ruhe und Muße finden

In hellen, freundlichen 2-3-Bett Zimmern, die jeweils mit einem eigenen Bad ausgestattet sind, sollen die Patienten sich wohlfühlen. Eine 32 Betten umfassende Station mit Wintergarten wird ergänzt durch einen großen Wahlleistungsbereich. Dieser besteht aus neu eingerichteten, komfortablen Einzel- und Zweibettzimmern, die keine Wünsche offen lassen. Eine große Terrasse, Frühstücksbuffet und Aufenthaltslounge tragen zur Stressreduktion bei – ein erster Schritt auf dem Weg zur Genesung. „Die Gestaltung eines beruhigenden Milieus auf den Stationen hilft den Patienten dabei, den Klinikalltag als entlastend und gesundheitsfördernd zu erleben“, erklärt Professor Schäfer. Zu therapiefreien Zeiten ist das Parkgelände ein erholsamer Ort, um in Ruhe an der frischen Luft spazieren zu gehen.

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