Wer zu Hause pflegt, kann auf viele Hilfsmöglichkeiten zurückgreifen. Eineinhalb Millionen Menschen in Deutschland pfl egen ihre Angehörigen zu Hause. Ein Entschluss, der aus Liebe gefällt, und eine Aufgabe, die häufi g unterschätzt wird. Deshalb ist es sinnvoll, die möglichen Hilfsangebote zu nutzen. Was Sie wissen sollten…
Hausnotruf
Schnelle Hilfe in Notsituationen verspricht der Hausnotruf, wie ihn auch die Johanniter in Essen anbieten. Über einen kleinen Funksender, den die Teilnehmer zum Beispiel um den Hals tragen, können die Helfer rund um die Uhr verständigt werden.
Essen auf Rädern
Frisches Obst und saisonales Gemüse gehört auf jeden Speiseplan.
Ein Mahlzeiten-Bringdienst stellt für Pflegende oft eine große Erleichterung dar. Worauf sollte man bei der Wahl des Anbieters achten? Zum einen sollten die Menüs den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entsprechen. So gehören zum Beispiel auch frisches Obst und saisonales Gemüse auf den Speiseplan. Vergleichen Sie die Menüpläne verschiedener Anbieter und fragen Sie, zu welchen Zeiten angeliefert wird sowie nach den Preisen – gibt es Wochenendaufschläge oder Pfandkosten für die Behälter?
Pflegebett bis Wohnungsanpassung
Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit ist ein spezielles Pflegebett sinnvoll. Die technische Unterstützung entlastet den Rücken der Pflegenden. Die Kasse übernimmt dabei die Kosten zu 90 Prozent. Der Versicherte muss höchstens 25 Euro pro Gerät zahlen. Für andere Hilfsmittel zur Pflege – Verbrauchsartikel wie Einmalhandschuhe oder Betteinlagen – erstattet die Kasse bis zu 31 Euro im Monat. Ein weiteres Erfordernis kann ein Umbau der eigenen vier Wände sein: Müssen für die Pflege Stufen abgeflacht oder eine ebenerdige Dusche eingebaut werden, zahlt die Kasse einen Zuschuss bis 2.557 Euro.
Ambulanter Pflegedienst
Unterstützung für die häusliche Pflege gibt es durch einen ambulanten Pflegedienst. Im Vorfeld sollte geklärt werden, welche Aufgaben man als Pflegender selbst übernehmen und welche man an den Pflegedienst abtreten möchte. Bei der Auswahl eines Anbieters (Adressen gibt es in den Pflegestützpunkten und bei der Pflegekasse) spielen gleich mehrere Fragen eine wichtige Rolle: Bietet der Dienst alle notwendigen Hilfen an? Welche Ansprüche haben Sie – wünschen Sie keinen Personalwechsel oder die Einhaltung bestimmter Zeiten? Wie sind die Mitarbeiter ausgebildet und gibt es eine Kontaktperson? Kommen mehrere Pflegedienste in die engere Wahl, lassen Sie sich bei einem Hausbesuch kostenlos informieren und fordern Sie einen Kostenvoranschlag an, um abzuklären, ob die Mittel der Pflegekasse ausreichen und wie viel ggf. zugezahlt werden muss.








