Gesunde Winterlaune
Die Gesundheit fördern

Gesunde Winterlaune

Gemütliche Abende am Kamin, Spiele- oder Bastelnachmittage im Kerzenschein – eigentlich schöne Momente in der Winterzeit. Doch viele Menschen können aufgrund von Unwohlsein, Bauchschmerzen oder Völlegefühl den Winter nicht genießen.

Meist ziehen sich die gesundheitlichen Probleme bis in den Frühling. Auch Patienten, die unter einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden, erleben in der kalten Jahreszeit vermehrt akute Krankheitsschübe. Mediziner sehen die Ursache im fettigen Essen, Stress, der fehlenden Bewegung und Sonneneinstrahlung. Professor Dr. Jost Langhorst ist leitender Arzt im Zentrum für Integrative Gastroenterologie an den Kliniken Essen-Mitte und weiß: „Bereiche wie Bewegung, Ernährung oder auch Stresswahrnehmung und Stressmanagement sind zunehmend im Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Für den Patienten ist es hier nahe liegend, dass die Ernährung bei einer Erkrankung des Darms einen unmittelbaren Einfluss hat.“

Die Folgen einer trägen Verdauung

Die deftigen Weihnachtsgerichte verleiten zum maßlosen und ungesunden Essen, außerdem bewegen sich die Menschen bei nasskaltem Wetter zu wenig – die Verdauung wird träge und schwerfällig. Die Folgen sind ein aufgeblähter Bauch, Schmerzen und Unwohlsein. Der Weihnachtsstress im Betrieb und Zuhause kann überfordern und belasten, wenn kein gesunder Umgang damit erlernt wurde. Zudem schüttet der Köper aufgrund des verminderten Sonnenlichts weniger Botenstoffe aus. Botenstoffe sind Hormone, die das Gemüt beeinflussen. Anfällige Menschen verfallen in depressive Verstimmungen und ziehen sich zurück.

Warum sind die Menschen besonders in den Wintermonaten anfällig für Magendarmbeschwerden und Depressionen?

Die Integrative Gastroenterologie der Kliniken Essen-Mitte beschäftigt sich mit einem ganzheitlichen Konzept der Gesundheitsförderung und sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Lebensstil und Gesundheit.

Die Mind-Body-Medizin ist ein wichtiger Bereich der Integrativen Gastroenterologie und befasst sich mit dem Zusammenhang von Köper, Geist und Seele des Menschen. Die Gesamtheit nimmt Einfluss auf die Gesundheit, also auch der Lebensstil, das Gesundheitsverhalten und -bewusstsein. Nicht die Behandlung von Symptomen steht im Vordergrund, sondern die Ursache. „Wie wir aus eigener Forschung wissen, ist hier die Kombination aus regelmäßiger Bewegung, leichter mediterraner Vollwertkost, naturheilkundlichen Selbsthilfestrategien, aber auch Stresswahrnehmung und Stressmanagement eine Möglichkeit für den Patienten seine Lebensqualität nachhaltig zu verbessern,“ rät Professor Dr. Langhorst.

Maßnahmen, die die Gesundheit fördern

Die Betroffenen sollten positiv denken, den Stress frühzeitig erkennen und mithilfe anerkannter Methoden wie autogenem Training, Yoga, Sport oder progressiver Muskelentspannung abbauen. Auch regelmäßige Spaziergänge in der Mittagspause bringen Bewegung und der Körper gewinnt das nötige Sonnenlicht. Trotz fettreichem Essen sollte ein Gemüsetag eingeplant und Süßigkeiten durch Obst ersetzt werden. Die Vitamine stärken das Immunsystem und die Ballaststoffe fördern die Verdauung. Schließlich führen die stressreduzierenden Maßnahmen und eine ausgewogene Ernährung zu einem besseren Körpergefühl und mehr Zufriedenheit. (BH)

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben