Vorbild Ehrenamt

Helden von heute

Ob wir es glauben oder nicht: Wir brauchend dringend neue Helden: „Denn wo Deine Gaben liegen, da liegen auch Deine Aufgaben!“ Wir benötigen Helden, die die Probleme unseres Alltags lösen helfen. Denn kein Volk kann ohne Helden leben. Sie waren zu allen Zeiten Vorbilder. Heute sind die Helden des Alltags Menschen wie Du und Ich. Die Helden von heute sind nicht müde, im Gegenteil. Sie gehören einem riesigen Heer der Ehrenamtlichen an. Sie opfern Freizeit und oft auch eigenes Geld, um anderen zu helfen. Ihr Motto: Wer nichts für andere tut, der tut nichts für sich.

Die Ehrenamtlichen sind die Helden unseres Alltags

Wir leben in einem Land, das von Ellenbogen beherrscht wird

Wir leben in einem Land, in dem der Egoismus vorherrscht. Sagen die einen. Wir leben in einem Land, das von Ellenbogen beherrscht wird. Klagen andere. Beide Seiten haben wohl Recht. Und doch nicht ganz: In Deutschland hat sich das Ehrenamt etabliert, dem zunehmend mit Achtung begegnet wird. Dabei hat es sie immer gegeben: die unbekannten Helden. Bescheiden und unauffällig in unserer Nachbarschaft. Die Ehrenamtlichen sind die eigentlichen Helden unseres Alltags. Ihre Leistung ist nicht hoch genug zu schätzen in einer Gesellschaft, deren Werte abhanden gekommen zu sein scheinen.

Die Zahl der Menschen, die nicht wegsehen, wird größer

Suchen die Menschen also wieder nach dem Sinn des Lebens und nach Sicherheit? Es sieht so aus. Wer ein Ehrenamt übernimmt, der fühlt sich in die Pflicht genommen, sich für andere zu engagieren. Die Zahl der Menschen, die nicht wegsehen, sondern hinschauen, wird größer. Sie kämpfen gegen eine Gefühlsarmut an, die große Teile unserer Gesellschaft gerade zu wie eine Epidemie überfallen hat. Das heißt aber auch: Die Bedeutung der älteren Generation für unsere Gesellschaft nimmt zu. Und die Erfahrung lehrt: Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue. Besonders deutlich wurden die Zweifel, als der Jugendwahn Anstalten machte, die Überhand zu gewinnen. Jung war in, alt war out. Ex und hopp in einer Wegwerfgesellschaft, die die „Entsorgung“ älter gewordener Mitarbeiter als große soziale Errungenschaft feierte, in einer Gesellschaft, deren Werteverlust in der aktuellen globalen Krise erst jetzt so richtig ans Tageslicht kommt.

Ohne Ehrenamt wäre unser Staat wäre nicht nur pleite, er wäre bankrott.

Doch dann kam eines Tages die Wende. Die Alten wurden immer mehr, immer lauter. Sie wollten sich nicht mehr in die gesellschaftspolitische Ecke stellen lassen, nur weil Analysten, Marketing-Kreative und Werbe-Profis das so wollten. Plötzlich waren Erfahrung, Wissen, Umgang mit Menschen wieder ein bedeutender Aspekt im kostbaren Humankapital. Man stelle sich vor, es gäbe die Tausenden von Ehrenamtlichen nicht! Unser Staat wäre nicht nur pleite, er wäre bankrott. Die ältere Generation hat ihre Zukunft in die Hand genommen: es gibt eine Fülle von hervorragenden Beispielen, wie das geht. Die erfolgreich arbeitenden Ehrenamtsagenturen belegen, wie wertvoll die Arbeit älterer Menschen ist, die bereit sind, ihre Erfahrungen anderen weiter zu vermitteln.

Auf die bösen Menschen ist Verlass

Helden hat es zu jeder Zeit gegeben. Sie waren das Sinnbild im ständigen Kampf zwischen Gut und Böse. Von der Antike bis heute sind sie Gestalten – oft auch aus der Welt der Fantasy – die vorbildhaft das Böse um uns herum und in uns bekämpfen. Herkules, Spartacus, Siegfried, Robin Hood, König Artus, Tarzan, Zorro, Superman, Batman, Spiderman – sie alle bekämpften (in unserem Namen) das Schlechte in der jeweiligen Welt. Es gehörte zu ihren Pflichten, gut zu sein. Und: Sie hatten viel zu tun, wie wir wissen. Denn auf die bösen Menschen ist Verlass, sie ändern sich meist nicht.

Das eigene Glücklichsein, liegt im Glücklichmachen anderer

Der Mensch braucht offenbar Heldenfiguren, um sich selbst motivieren zu können. Denn der Kampf zwischen Gut und Böse ist uns Menschen nun einmal mit auf den Lebensweg gegeben. Das Ergebnis rechtfertigt solche Helden und ihre Legendenbildung. Letztendlich hat immer wieder das Gute das Böse besiegt. Unseren Kindern dieses noble, soziale Gedankengut zu vermitteln, ist eine permanente, sich lohnende Aufgabe. Die Helden von heute aber handeln nach einem anderen Motto: Das eigene Glücklichsein, liegt im Glücklichmachen anderer. (Mä)

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