Unbeschwert lachen
Lückenloses Lächeln mit Zahnimplantaten

Unbeschwert lachen

Kraftvoll zubeißen im hohen Alter – wer wünscht sich das nicht? Die wohl beste Lösung dafür sind festsitzende Zahnimplantate. Wie in vielen Bereichen gibt es jedoch auch hier gravierende Qualitätsunterschiede: Entscheidend dafür, ob das lückenlose Lächeln auch dauerhaft Bestand hat, sind gut ausgebildete Zahnärzte. Darum sollten sich Patienten vor Behandlungsbeginn gut informieren.

„Das ist ein ganz neues Lebensgefühl“

Dorothea Schmitz schlägt hastig die Hand vor den Mund. Nicht weil sie gähnen oder husten muss. Sie hat sich auch nicht erschrocken. Im Gegenteil: Die angehende Bürokauffrau lacht. Ihr Lachen könnte ansteckend sein, würde sie es nicht verstecken. „Gewohnheiten legt man oft nur schwer ab“, schmunzelt die 20jährige. Jahrelang hatte sie hinter vorgehaltener Hand einen angeschlagenen, grau verfärbten Schneidezahn in ihrem Oberkiefer verborgen. Heute können sich die Zähne von Dorothea Schmitz ohne Einschränkung se- hen lassen: Anstelle der „gräulichen“ Zahnruine glänzt ein makelloses Implantat. „Das ist ein ganz neues Lebensgefühl“, sagt Dorothea Schmitz. Aktuelle Studien bestätigen das. Demnach sind schöne, gesunde Zähne nicht nur wichtig für das eigene Selbstwertgefühl, sondern wirken sich auch auf den beruflichen Erfolg aus. Und zwar deutlich: So vermutete ein Drittel der Befragten einer amerikanischen Studie, dass jemand mit unansprechenden Zähnen wahrscheinlich weniger Arbeitsangebote bekommt; umgekehrt glaubten 75 Prozent, dass ein schönes Lachen den Erfolg im Beruf erleichtert.

Gesunde Zähne bleiben gesund

Während in der Vergangenheit Zahnlücken nur durch Brücken oder herausnehm- bare Prothesen geschlossen werden konnten, eröffnet inzwischen die Implantolo- gie ganz neue Möglichkeiten. Denn dabei wird der Zahnersatz mithilfe künstlicher Zahnwurzeln direkt in den Kiefer eingepflanzt. „Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Implantat der Natur des natürlichen Zahnes am nächsten kommt“, erklärt der Essener Oralchirurg Prof. Dr. Thomas Weischer. Denn das Implantat schließt nicht nur Lücken, sondern verhindert auch eine größere Schrumpfung des Kieferknochens. Gesunde Nachbarzähne müssen – wie beim herkömmlichen festen Zahnersatz – nicht mehr beschliffen werden. Auch das Kaugefühl unterscheidet sich nicht vom natür- lichen Zahn. Das hat sich herumgesprochen: 73 Prozent der Patienten erwarten sich von Zahnimplantaten eine bessere Lebensqualität. Sogar das renommierte RobertKoch-Institut (RKI) plädiert dafür, „eine Zahnlücke, wenn möglich, mit Implantaten“ zu versorgen.

Genussvoll essen, ohne sich ständig über die Festigkeit der Zähne Gedanken zu machen: Mit Zahnimplantaten lässt sich auch im fortgeschrittenen Alter kraftvoll kauen.

Kein Wunder also, dass das Verfahren hierzulande einen regelrechten Boom erlebt. Im Gegensatz zu den USA hat die sogenannte „Krise“ in Deutschland nicht dazu geführt, dass Patienten am Zahnersatz sparen. Im Gegenteil: „Implantatversorgung ist ein fester, ja wach- sender Bestandteil der zahnmedizinischen Zukunft“, sagt Prof. Dr. Günter Dhom, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI). Bis zum Jahresen- de, so seine Prognose, werden Zahnärzte bundesweit rund eine Million Implantate gesetzt haben. Wer das Verfahren nicht anbietet, riskiert Patientenverluste. Laut Stiftung Warentest suchen sich viele Patienten einen anderen Zahnarzt, wenn die bisherige Praxis nicht im- plantiert. „Die Patienten wollen Implantate, und sie wollen gute Behandlungserfolge. Das verlangt vom Behandler umfassendes Wissen und Können sowie die Souveränität, in unerwarteten kritischen Momenten die richtige Entscheidung zu treffen und auf eine geeignete Ausrüstung zurückgreifen zu können“, so das Fazit der Warentester.

Fachgesellschaft warnt vor Wildwuchs

Die DGI warnt deshalb vor „Wildwuchs und Marktschreier- Angeboten“ in der Implantatologie. „Es macht mich mehr als unruhig, wenn ich mir vorstelle, dass sich ungeübte Implantologen und Implantatsysteme ohne anerkannte Qualitätsprüfung verbünden und aus Marktinteressen die Qualität der Implantologie in der Praxis gefährden“, sorgt sich DGI-Präsident Prof. Dr. Günter Dhom. Denn das lukrative Geschäft bringt nicht nur Billiganbieter aus dem benachbarten Ausland auf den Plan. Auch hierzulande werden Patienten vielerorts mit Dumpingpreisen und ohne wissenschaftliches Fundament in Versuchung geführt.

„Von ungeübten Händen können auch angeblich idiotensichere Implantat-Systeme falsch angewendet werden.“

Wenn Zahnärzte, die bislang keine Implantate gesetzt haben, ohne gründliche Ausbildung auf diesem Gebiet aktiv werden, kann es geschehen, dass sie unkalkulierbare Risiken eingehen. Weder moderne Implantat- systeme noch eine hochgerüstete technische Ausstattung der Praxis könnten Erfahrung und Training ersetzen, warnt die Fachgesellschaft: „Von ungeübten Händen können auch angeblich „idiotensichere“ Implantat-Systeme falsch angewendet werden.“ Deshalb sollten sich Patienten unbedingt informieren, ob der behandelnde Arzt erforderliche Erfahrungen und Qualifikationen hat. Ist dies nicht der Fall kann es zu schmerzhaften und unangenehmen Komplikationen kommen: „Dazu zählen zum Beispiel Weichteil- und Nervenverletzungen, Taubheitsgefühle, Schäden an den Nachbarzähnen, Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen, Misserfolg“, weiß Implantologe Prof. Weischer, Leiter des Implantatzentrums der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an den KEM. Besonders gefährlich: Eine Entzündung des Implantatbetts. „Eine solche sogenannte Periimplantitis führt unbehandelt unweigerlich zum Verlust des Implantats und kann auch auf gesunde Zähne übergreifen“, warnt der Experte, selbst Implantologiegutachter, der laut der Zeitschrift Focus zu den führenden Implantologen Deutschlands gehört.

Ausbildung trennt Spreu vom Weizen

Weischer, seit mehr als 15 Jahren implantologisch tätig, hat viele tausend Implantate gesetzt. Wie über 3.000 Zahnärzte bundesweit hat er die Implantologie- Ausbildung der DGI absolviert und verfügt zudem als einer von rund 200 Zahnärzten über einen Masterabschluss in oraler Implantologie. Seit vielen Jahren ist er als Ausbilder in den Weiterbildungsprogrammen für Implantologen tätig. Wichtige Qualitätsmerkmale, die Patienten helfen, einen erfahrenen Implantologen vom ungeübten Neuling zu unterscheiden. Das ist wichtig. Denn die Berufsbezeichnung „Implantologe“ ist nicht geschützt. Jeder approbierte Zahnarzt darf seinen Beruf uneingeschränkt ausführen – und damit auch Zahnimplantate setzen.

„Die Implantologie kann man sich nicht nebenbei an einem Wochenende aneignen“

Im Klartext heißt das: Die Bezeichnung „Implantologe“ allein sagt erst einmal nichts über die Qualifikation des Arztes aus. Eine einfache Ausbildungsurkunde ist ebenfalls kein Garant dafür, dass der Implantologe sein Metier wirklich beherrscht. So gibt es private Anbieter, die Teilnehmern eines einzigen Wochenendseminars den „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“ bescheinigen. Bevor die DGI ein solches Zertifikat ausstellt, muss der Zahnarzt zusätzlich zu seiner Qualifikation nachweisen, dass er drei Jahre implantologisch gearbeitet und mindestens 200 Implante gesetzt hat. „Die Implantologie kann man sich nicht nebenbei an einem Wochenende aneignen“, unterstreicht DGI-Chef Dhom.

Patienten legen viel Wert auf Qualität der Implantate

Das wissen 90 Prozent der Patienten und suchen deshalb gezielt nach einem versierten Spezialisten: Bis dato werden rund 80 Prozent der künstlichen Zahnwurzeln durch 20 Prozent der implantierenden Zahnärzte gesetzt. Für die Stiftung Warentest ein Zeichen dafür, dass Patienten beim Zahnersatz viel Wert auf Qualität legen: „Einsteiger kommen an einer umfangreichen Fortbildung nicht vorbei – oder sie beschränken sich darauf, der Zahnarzt des Vertrauens zu sein mit guter Beratung und einem erstklassigen Netzwerk an spezialisierten Profis.“

Risikopatienten sollten Zahnklinik aufsuchen

Besonders schwierige Ausgangslagen aufgrund des Allgemeinzustandes (z.B. Patienten mit Diabetes, Blutverdünnungsmittel, Zustand nach Herzinfarkt etc.) oder aufgrund einer extremen Knochenschrumpfung, einer fehlenden Zahnanlage, eines Zustandes nach Unfall oder Tumorbehandlung können häufig nur in einer Klinik sicher behandelt werden. Bei diesen Patienten sind oftmals große Knochenaufbauten im Vorfeld der Implantatbehandlung notwendig, die von Prof. Dr. Dr. Mohr, Direktor der Universitätsklinik für MKG-Chirurgie, durchgeführt werden. Der MKG-Chirurg besitzt eine jahrelange Erfahrung in der Rekonstruktion des Kieferknochens. Nach wie vor ist der körpereigene Knochen das beste Material, den verloren gegangenen Kiefer wieder aufzubauen oder zu rekonstruieren. Ersatzmaterialien haben ein deutlich eingeschränkteres Anwendungsspektrum. Die in der Klinik zur Verfügung stehenden, vielfältigen Operationstechniken ermöglichen eine individuelle, auf die jeweilige Patientensituation abgestimmte Auswahl des Kieferaufbaumaterials.

Zudem besteht in der Klinik die Möglichkeit, Risikopatienten internistisch und ggf. anästhesieologisch sicher zu betreuen. Mohr und Weischer, die seit vielen Jahren intensiv zusammenarbeiten und an zahlreichen wissenschaftlichen Studien beteiligt sind, können dabei in den Kliniken Essen-Mitte auf eine modernste Ausstattung mit Laser, Navigation, strahlungsarme, dreidimensionale Röntgen während der Implantation zurückgreifen.

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