pulsschlag.tvGesund & AktivGesundheitMit Mensch und Maschine gegen Prostatakrebs
Erfolgreicher Einsatz von "Da Vinci"-Roboter

Mit Mensch und Maschine gegen Prostatakrebs

Was bei Frauen der Brustkrebs ist, ist bei Männern das Prostatakarzinom: Über 11.000 Tote fordert es jährlich in Deutschland. Dabei stehen die Heilungschancen gut, wenn die Krankheit rechtzeitig bekämpft wird. So können heute die meisten Männer länger als fünf Jahre leben. „Dieser Erfolg hängt unter anderem mit der Weiterentwicklung operativer Techniken zusammen, zu denen auch der da Vinci®-Operationsroboter gehört“, weiß Prof. Dr. Darko Kröpfl, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie in den Kliniken Essen-Mitte (KEM).

Innovative Therapie reduziert unerwünschte Nebenwirkungen

Der Da Vinci®-Roboter begünstigt eine innovative schonende Therapie, die unerwünschte Nebenwirkungen reduziert. Nach sechsmonatigem Einsatz zeigt sich das Team um Chefarzt Prof. Dr. Kröpfl mit den Operations-Resultaten hochzufrieden. „Das System ist eine der modernsten Entwicklungen auf dem Gebiet der minimal-invasiven Operationen“, sagt Prof. Dr. Kröpfl. So stünden die Chancen gut, Kontinenz und Potenz zu erhalten. Bei der Entfernung der Prostata per Roboter (Prostatektomie) sitzt der Operateur an einem speziellen Arbeitsplatz. Von dort aus steuert er spezielle Operationsinstrumente, die über kleine Schnitte ins Körperinnere eingeführt werden. Die Instrumente sind genau so wie die eigenen Hände steuerbar, reagieren aber wesentlich feiner. „Es addieren sich eine zwölffache optische Vergrößerung und feinste Instrumente, die die Bewegungsabläufe der menschlichen Hand wie bei einem offenen Operationsverfahren ermöglichen. Gleichzeitig gleicht das System auch das kleinste natürliche Zittern der menschlichen Hand aus“, verdeutlicht Prof. Dr. Kröpfl die Vorteile des Präzisionswerkzeugs.

Video: Roboter im Einsatz

 

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